52 Jahre Engagement mit Herz und Leidenschaft für den Fechtsport - Auf der Delegiertenversammlung 2018 des Hamburger Fecht-Verbandes wurde Dorothea Bialas mit der Plakette für „besondere Verdienste um den Fechtsport in Hamburg“ ausgezeichnet.

Als Dorothea Bialas 1959 in der Hansestadt Hamburg die Fechtabteilung des „VfW Vereins für Wassersport Oberalster“ mit ins Leben rief, konnte sie nicht wissen, dass diese Jahrzehnte später zu einer der erfolgreichsten Abteilungen in Norddeutschland im Florettfechten gehören würde. Begonnen wurde damals mit 8 Fechtern. Danach wuchs die Abteilung zusehends.

Fast 1000 Fechtschülern brachte Dorothea Bialas das Fechten bei und begleitet deren erste Schritte auf den Turnieren in Hamburg und deutschlandweit. Sie freute sich über Unterstützung bei der Jugendarbeit, hielt aber immer die Fäden „ihres Vereins“ selbst in der Hand.

Ihre Fechtkinder ehrten sie als „Mutter des Vereins“ mit einer goldenen Medaille. Eine Auszeichnung die von Herzen kam, Sie war dafür bekannt sich um alles zu kümmern und für jedes Anliegen Ihrer Schützlinge ein offenes Ohr zu haben. Sie achteten stets darauf, dass ein Miteinander auf allen Ebenen stattfand.

Neben ihrem Streben nach sportlichem Erfolg blieb sie sich und ihrer hanseatischen Herkunft treu. „Frau Bialas ist immer auf dem Boden geblieben. Sie war und ist dadurch ein Vorbild für uns Fechter“ beschrieb Florettfechter Claas Schmolke sie einmal.

In den dreizehn Jahren in denen Frau Bialas Erste Vorsitzende des Hamburger Fecht-Verbandes gewesen ist, hat sie viel bewegt. Ich erinnere mich an die Eröffnung der Kampagne“Fechten tut Deutschland gut“ in Hamburg und an unsere Begegnung beim Deutschlandpokal-Finale in Hamburg, das bestens organisiert gewesen ist. Durch ihre vielen, dem Fechtsport verbundenen Tätigkeiten, gehörte Sie sicherlich zu den bekanntesten Hamburger Fechterinnen, ohne dass Sie selbst ganz oben auf dem Treppchen gestanden hat.

Dank Frau Bialas Engagements nahmen die Fechterinnen und Fechter über viele Jahre an nationalen und internationalen Turnieren teil. Sie konnten im Rahmen von Austauschprogrammen mit Limoges und Stettin viele interessante und langjährige Beziehungen knüpfen. Die Teilnehmer wohnten in den Fechterfamilien. Gern nahm Frau Bialas zu ihren eigenen vier Kindern, noch weitere Personen auf.

Auf Turnieren fieberte sie heftig mit, wenn es um „die Wurst ging“, sparte aber auch nicht mit Kritik, wenn es mal nicht so gut lief und sich die Mannschaft unter Wert geschlagen gegeben hatte. Viele Jahre lang begleitete sie ihre Mannschaften zu den Finals des Deutschlandpokals.

Nach 52 Jahren erfolgreicher Arbeit als Leiterin der Fechtabteilung VfW Oberalster übergab sie 2012 das Amt an ihre Nachfolgerin.

Margit Bud
deApril 2018

Fechten - Wie geht das?

 

Fechten ist eine bekannte olympische Sportart, rasant und elegant, präzise und schnell. Gefochten wird in den drei Waffen Florett, Degen und Säbel. Und Fechten ist viel einfacher, als man vielleicht denken mag. Neugierig? Die Broschüre "Rund ums Fechten" (Hrsg.: Württembergischer Fechterbund) gibt einen guten Überblick über das Sportfechten. Lust bekommen? In Hamburg gibt es zwölf Vereine, in denen gefochten werden kann.