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Breitensport

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Hier findet ihr alle Infos und Neuigkeiten zum Fechten im Breitensport.

Unser Verband trägt das Fechten im Herzen...und zwar für den Leistungs-, aber eben auch für den Breitensport. Daher sind wir als Verband und unsere Vereine gerade auch die Heimat für alle Fechterinnen und Fechter sein, die Spaß und Freude an diesem wunderbaren Sport mitbringen, sich dabei am aktiven Vereinsleben beteiligen möchten und ab und zu vielleicht auch einmal ein Turnier fechten möchten. Und dies unabhängig von Alter und/oder Könnenstand. Den wir wissen, gerade in der heutigen Zeit hat Beruf, Ausbildung, Schule und die Zeit mit Familie oft Vorrang. Hier wollen wir mit dem Fechtsport in unseren Vereinen für diejenigen dennoch einen Ausgleich ermöglichen. 

Fechten hält fit und aktiv, denn wer es schafft, regelmäßig und ausreichend zu trainieren, der wird in vielerlei Hinsicht profitieren. 

Artikel für den Fechtsport 

 

 

Jubiläum: 70 Jahre Hamburger Fecht-Verband e.V.
EN GARDE! ALLEZ! TOUCHE!


70 Jahre – doch, da darf man schon mal feiern. Muss es sogar. Sich an die Erfolge in der Vergangenheit erinnern, alte Freundschaften auffrischen, gemeinsame Erlebnisse rekapitulieren. 70 Jahre – was für eine lange Zeit. 1949 hat die Hamburger Bürgerschaft dem Grundgesetz der neuen Bundesrepublik Deutschland zugestimmt. Und im gleichen Jahr haben am 29. September engagierte Fechter den Hamburger Fecht-Verband (HFV) gegründet. „Dieses Jubiläum wollten wir natürlich angemessen begehen“, sagt Margit Budde, die amtierende, elfte Präsidentin des HFV.

 

Freude über die neue Verbandshalle

Das haben sie. Und dabei eben nicht nur in die Vergangenheit geblickt sondern auch voller Optimismus in die Zukunft. Am 23. November konnte der HFV seine Jubiläumsfeierlichkeiten mit der Einweihung seiner neuen Verbandshalle verbinden, in der zwölf Fechtbahnen, modernste Turniermelder,  Unterbodenleitungen und elektronische Wandmelder ein gebaut worden sind.und optimale Trainingsbedingungen ermöglichen. Zum 70-jährigen Jubiläum hat die Stadt mit ihrem Sport-Unterstützungsprogramm „Active City“ sowie dem Sanierungsfond der Bürgerschaft dem Verband dieses Geschenk gemacht.

„Ich hoffe sehr, dass die neue, barrierefrei gebaute Verbandshalle und die guten Trainingsbedingungen die Fechtbegeisterung in Hamburg weiter steigern“, sagte Innen- und Sportsenator Andy Grote in seinem Grußwort. Claudia Bokel, die Präsidentin des Deutschen Fechter-Bundes (DFB), ließ es sich nicht nehmen, persönlich den Hamburgern zu gratulieren: „Hier wird tolle Arbeit geleistet, die wir im DFB sehr wohl anerkennen.“

 

Etwa 100 Gäste waren zum Empfang in die neue Halle im Stadtteil Horn gekommen. Gleichzeitig fanden an diesem Wochenende die Hamburger Meisterschaften der Aktiven teil, die damit ihre neue Heimat gleich „in Besitz“ nahmen. Sie blätterten auch immer wieder durch die 70-seitige Festschrift, die dank der guten Zuarbeit aller Vereine zu einem tollen Dokument geworden ist und sehr gut ankam. Alt und jung mischten sich, Aktive und „Funktionäre“, Freunde und Familie. Alle hatten Spaß.

 

Dabei waren auch Hamburger „Fechtlegenden“ wie Tim Gerresheim, der dreimalige Olympiateilnehmer (1960, ´64, ´68) und Erfolgstrainer, der mit 81 Jahren immer noch junge Schauspieler in der Kunst des Fechtens unterrichtet und genau verfolgt, was in Hamburgs Fechtszene so abgeht. Auch Erika Bethmann (1972) und Rafael Nickel (Olympiasieger 1980 für Tauberbischofsheim) haben es aus Hamburg zu Olympia geschafft. Nicht so schlecht für einen kleinen Verband, dessen Mitgliederzahl sich immer so um die 600 bewegte. Derzeit sind 821 Mitglieder in den 14 Vereinen des HFV organisiert.

Besonders erfolgreich in den letzten Jahren waren Hamburgs Veteranen. Friederike Janshen von der TSG Bergedorf  erfocht neben zahlreichen nationalen Meisterschaften sieben EM-Titel und fünf Weltmeisterschaften. An der letzten Veteranen-Weltmeisterschaft im Oktober in Kairo nahmen neben Janshen Petra Both, Margit Budde (AK 60), Gesche Reimers,  Christine Zoppke (AK 50) und Dmitri Prudovski (AK 50) vom Eimsbütteler TV teil, Hamburg stellte damit das größte Team in der deutschen Mannschaft.

 

Erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Verband

Es gibt aber auch eine durchaus erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Knapp die Hälfte aller Fechter mit Turnierreifeprüfung sind Kinder und Jugendliche von der U11 bis U20. Unmittelbar vor den Jubiläumsfeierlichkeiten legten weitere 31 Kinder, Jugendliche (und einige Erwachsene) ihre Turnierreifeprüfung in der neuen Halle ab. Xenia Maul vom TH Eilbeck und Viktoria Ratz (Walddörfer SV) gehören Bundeskadern an. Gerade für eine erfolgreiche Jugendarbeit eröffnet die neue Verbandshalle neue Chancen, das hat auch Claudia Bokel bei ihrem Grußwort hervorgehoben: „Der HFV hat eine starke Nachwuchsarbeit, durch die Halle eröffnen sich nun neue Möglichkeiten.“

Der Blick ging eben nicht nur zurück bei den Gesprächen auf der Jubiläumsfeier.

 

Veteranen Team-Europameisterschaft 2020
Die immer quicklebendige und von Ideen sprudelnde Margit Budde und ihre Mitstreiter im HFV-Vorstand haben schon das nächste Fecht-Highlight eingetütet:  2022 rückt die Hansestadt wieder in den Fokus der Fechtwelt auch außerhalb Deutschlands. Bei der Veteranen-Team-Europameisterschaft vom 23. bis 25. Mai in der Sporthalle Hamburg werden rund 130 Teams vom ganzen Kontinent zu Gast sein. „Die Veteranen sind ein Aushängeschild des DFB“, sagt Claudia Bokel: „Ich möchte mich deshalb bei den Hamburger Fechtern für die Bereitschaft bedanken, diese Europameisterschaften auszurichten.“

 

Durch die Barrierefreiheit der neuen Sporthalle bieten sich auch für Hamburgs Fechter völlig neue Möglichkeiten: „Wir stehen in den Startlöchern, um auch Menschen mit Handicap zu ermöglichen, Rollstuhlfechten zu erlernen.“ Dank der Unterstützung der Alexander-Otto-Sportstiftung konnten bereits zwei Fecht-Rollstühle angeschafft werden. Zwei Hamburger Fechtmeister lassen sich  als Trainer für diese paralympische Sportart ausbilden.

In einem typisch Hamburger Fischrestaurant gingen die Jubiläumsfeierlichkeiten am Abend für geladene Gäste zu Ende. Einige mussten allerdings diszipliniert bleiben. Am kommenden Vormittag trafen sich schließlich 20 Landespräsidenten sowie das Präsidium und der Sportdirektor das erste Mal überhaupt in Hamburg zu einer DFB-Hauptausschusssitzung.

Es tut sich also was im Norden. Mal sehen, was es beim nächsten Jubiläum so alles zu erzählen gibt.

 

Andreas Hardt

Sensationelle Leistung:
Turnierreifeprüfung mit 82 Jahren

Dass Fechten im ETV nicht nur etwas für Hochleistungssportler ist, sondern auch auf Breitensportebene leidenschaftlich betrieben werden kann, ist im Eimsbütteler Turnverband in Hamburg kein Geheimnis. Mitte Februar hat die Fechtabteilung allerdings einen neuen Rekord zu vermelden. Gisela Grässlin (Jahrgang 1935) und Angelika Kramer (Jahrgang 1941) haben vermutlich als älteste Fechtanfänger Deutschlands die Turnierreifeprüfung des Deutschen Fechter-Bundes geschafft. Vor 1,5 Jahren haben die beiden den Sport für sich entdeckt und seitdem bewiesen, dass es nie zu spät ist, um sportliches Neuland zu erkunden.

"Ich bin wahnsinnig stolz auf die beiden. Wer mit so viel Neugier und Lebensfreude an den Fechtsport herangeht, ist ein Vorbild für meine Fechter in allen Altersklassen", freut sich ETV-Fechtmeister Paul Donaldson.

Gisela Grässlin: „Fechten fördert die Konzentration, trainiert das Gehirn und verbessert die körperliche Koordination. Das kann ich auf jeden Fall bestätigen. Und eine Extra-Portion Adrenalin und Glückshormone gibt es bei diesem Kampfsport gratis dazu!“

Paul Donaldson trainiert mit Begeisterung zwei ältere Damen

Gerätewartin Elisabeth Begas erhält „Goldenen Imbusschlüssel“

Nach über 35-jähriger Arbeit als Gerätewartin für den Hamburger Fecht-Verband e.V. wurde Elisabeth (Yule) Begas im Rahmen der Delegierten-Versammlung im Haus des Sports in Hamburg verabschiedet.
Der 1. Vorsitzende Julian Schwarz dankte ihr im Namen des gesamten Vorstandes für ihr enormes und außergewöhnliches Engagement.
„Du warst immer da, wenn Du gebraucht wurdest. Immer zuverlässig, immer engagiert, immer kompetent. Es wird schwer für uns einen genauso engagierten Nachfolger zu finden.“

Sie begann ihre Fechtlaufbahn in Uelzen. Mit 16 Jahren trat sie in die Fechtateilung des Uelzener Fechtclubs ein. Ihr damaliger Fechttrainer Winfried Salewski brachte ihr das Florettfechten bei. Sie hatte Spaß am Wettkampf, das war eine Motivation für sie mit dem Fechten anzufangen. Ihr gefielen die vielseitigen Möglichkeiten mit dem Florett die Gegner zu besiegen. Yule liebte diese Waffe, sie besuchte zahlreiche Turniere und war schon zu der Zeit eine erfolgreiche Fechterin mit unzähligen Platzierungen - meist auf den vorderen Plätzen.Es machte ihr auch Freude Winfried Salewski bei der Jugendarbeit zu unterstützen und Kinder und Jugendliche zu betreuen.

Yule Begas: „Ich hatte immer Spaß am Kämpfen – deshalb ist Fechten bis heute meine Leidenschaft“

Seit 1967 ist sie Mitglied im Hamburger Fecht-Club. Seit dieser Zeit ist sie auch Trainerin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Zuerst als Florett-Trainerin, später auch als Degen-Trainerin. Bemerkenswert: erst kürzlich hat sie ihre C-Trainer-Lizenz verlängert.Sie ist bis heute sozusagen die Seele des Hamburger Fecht-Clubs und wird von allen geschätzt. Sie prägt bis heute das Gesicht des Vereins. Auch Tochter Petra wurde mit dem Fechtvirus infiziert – Sie ist seit 1981 dabei.

Auf Yule ist immer Verlass. Seit 1979 also seit mehr als 35 Jahren ist sie bei allen Hamburger Meisterschaften, in den Waffen Florett, Degen und Säbel als Gerätewartin dabei. Sei es für Schüler, Jugend B, Jugend A, Junioren, Aktiven und Senioren. Immer zwei Tage lang. Mehr als 500 km im Jahr gingen allein für die Fahrten zur Hamburger Verbandshalle drauf. Das sind in 35 Jahren knapp 18.000 km.Immer an ihrer Seite ist ihr Mann „Charlie“. Er hat die Gerätewartin sehr unterstützt und ihr besonders bei den „schweren Sachen“ wie Fecht-matten, Rollen, etc. geholfen.


Viele Fechterinnen und Fechter haben erlebt, dass Yule das HFV-Material auch während der Wettkämpfe immer wie ihren eigenen Augapfel beschützt und behütet hat. Jeder falsche Umgang mit dem Material, z.B. (zurückschnellen lassen des Kabels zur Kabelrolle oder schleifen/stossen mit den Waffen auf die Fechtbahn, etc.) wurde sofort von Yule kommentiert bzw. es wurde eine individuelle umfangreiche Unterweisung durchgeführt. Und wer das einmal erlebt hat, der hat sich niemals wieder getraut das Material zu „quälen“.

2007 stand ein fechterisches Großereignis an, das Finale des Deutschlandpokals, das erstmals in Hamburg ausgerichtet wurde. Auch hier gehörte Yule Begas zu den Organisatoren der Großveranstaltung. In bester Erinnerung ist die Siegerehrung in der Europapassage.

Yule ist richtig vielseitig interessiert.Sie fährt viel mit dem Fahrrad, geht zum Schwimmen und spielt besonders gern mit ihrem Mann Tischtennis.Auch musikalisch hat sie Einiges drauf. Sie spielt hervorragend Flöte und Klavier und ist auch schon öffentlich aufgetreten.

Wir vom Hamburger Fecht-Verband wünschen Yule weiterhin viel Energie für alle Aktivitäten und vor allen Dingen, dass sie dem Fechtsport noch ganz lange verbunden bleibt.

April2015

MBudde

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